Das Dokument kann per Email auch als gedruckte Broschüre bestellt werden.
Einleitung
Die Abgeordnetenversammlung des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes (SEK) hat im letzten Juni Herrn Roland Decorvet, Generaldirektor von Nestlé Schweiz, zum Mitglied des Stiftungsrates des Hilfswerks der Evangelischen Kirchen der Schweiz (HEKS) ernannt. Das vorliegende Dokument entwickelt kritische Überlegungen zu den ethischen Aspekten einer solch umstrittenen und bereits vielseitig diskutierten Wahl (Leserbriefe, Interpellationen, Interviews, Zeitungsartikel, usw.).
Das Dokument wurde von einer Gruppe von Personen in der französischen Schweiz verfasst, die sich Sorgen machen über die ethische Ausrichtung und die christliche Motivation der kirchlichen Hilfswerke, insbesondere des von dieser Wahl direkt betroffenen HEKS. Diese Personen möchten ihr Missfallen darüber zum Ausdruck bringen, dass gewisse Instanzen für die Zukunft von Entwicklungshilfe und Solidarität wichtige Entscheidungen auf die leichte Schulter nehmen – ohne vorgängige Überlegungen und vorherigen Gedankenaustausch. Das Dokument ist in zwei Teile gegliedert: es definiert zunächst im Ansatz ein theoretisches Modell der Beziehungen zwischen Personen und Institutionen (A); in der Folge wird dieses Modell auf die Wahl von Herrn Decorvet angewandt, um so die mit derartigen Entscheidungen einhergehenden ethischen Implikationen genauer unter die Lupe zu nehmen (B).
